Kohle & Stahl

1980, öffentlich aufgestellt 1980
kreisförmig, ca. 10 m Durchmesser; Stahlkugel-Segment ca. 2 m Durchmesser
Basalt, Edelstahl
Bundenbacher Platz, Quierschieder Str. 80 / Am Weiherdamm, 66287 Fischbach

Das gemeinsame Wappen der ehemaligen Bergbaugemeinden Fischbach, Göttelborn und Quierschied zeigt seit der Neugliederung im Jahre 1974 eine eindeutige Formensprache mit Bezug zum Brunnentitel. Dort finden sich neben anderen Zeichen zwei Ehrenstücke besonderer Art, ein vierspeichiges Förderrad und zwei silberne Blitze. Das vierspeichige Förderrad steht als Symbol für den Steinkohlebergbau dieser Gemeinden, die zwei silbernen Blitze als Symbole für die Technik, die er ermöglicht hat, die hier betriebenen Kohle-Kraftwerksanlagen. Beide Ehrenstücke weisen auf die historische Bedeutung des Steinkohlebergbaues in dieser Kohle- und Stahlgegend hin1. An einem zentralen Platz in Fischbach ist die Brunnenplastik Kohle & Stahl deshalb gut platziert.

Auf einem gepflasterten erhabenen Ring um die gesamte Brunnenanlage herum, der das Wasser sammelt, bilden 8 schwarze nebeneinander gesetzte, geschliffene Basaltblöcke mit abgerundeten Ecken und von erheblichem Ausmaß einen Halbkreis. Zwischen diese Blöcke sind kleinformatigere Zwischenstücke eingepasst. Die gepflasterten Hügel mit den Basaltblöcken und der wellenförmig gepflasterten Aufsockelung geben halbkreisförmige Durchblicke frei. Mittig im Brunnen befindet sich das flache Edelstal-Kugelsegment mit einem Durchmesser von ca. 2 m. Die schwarzen geschliffenen und abgerundeten Basaltblöcke und das silbern strahlende Kugelsegment bilden einen haptischen Gleichklang, aber einen optischen Kontrast2.

Bei funktionierender Brunnenanlage wird das Wasser aus 5 Düsen auf dieses stählerne Kugelsegment gespritzt und darüber zurücklaufend in den Brunnen geführt.

Wegen der gezackten Reihung der Basaltblöcke wird die Brunnenanlage Kohle & Stahl aus dem Jahre 1980 von den Einheimischen ‚es Gebess’ genannt. Sie ist die vierte von insgesamt sieben Brunnenplastiken, die Oswald Hiery in einem Zeitraum von 32 Jahren für den öffentlichen Raum geschaffen hat. Dazu zählen in chronologischer Folge: Abwehr (1963); Brunnen (1965); BrunnenBaum (1966); BrunnenPflanze (1983); Die Saar und ihre Kinder (1991); Die Bürger von Riegelsberg (1995)3.

  1. Vgl. dazu: https://www.quierschied.de/leben-in-quierschied/allgemeine-informationen/quierschieder-wappen/ (abgerufen 19.08.2018).
  2. Vgl. Google Maps: https://www.google.de/maps/place/Bundenbacher+Platz/@49.3069006,7.0280842,128m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x4795b767a810c2cf:0xabd375ea50f291c!8m2!3d49.3068084!4d7.0281363?hl=de (abgerufen 19.08.2018).
  3. Auf der Webseite der Gemeinde Quierschied findet sich keinerlei Hinweis auf den Brunnen Kohle & Stahl oder auf den Künstler Oswald Hiery.